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Geschrieben von Gregory Dzemaili

Süchtig nach Zucker?

In der heutigen Zeit sind die Kohlenhydrate der Teufel und ersetzen das “böse” Fett aus den 80er Jahren. Diesen Spruch habe ich wahrscheinlich schon 100 mal gesagt und zig mal in meinem Buch thematisiert.

Der Alarmismus gegen Zucker hält schon lange an und obwohl es einige Punkte gibt, mit denen ich übereinstimme ist doch der Tenor meines Erachtens nicht wirklich korrekt. Ein Makronährstoff kann doch nicht schuld sein an den steigenden Zahlen von übergewichtigen Menschen.

EIGENE VERANTWORTUNG

Ich bin der überzeugten Meinung, dass jeder Mensch seines Glückes Schmied ist. Ob dieses Glück finanzieller, körperlicher oder geistiger Natur ist, ist eine Sache der Perspektive. Oftmals bilden wir uns die Sicht auf gewisse Dinge ein, wie sie in der Realität eigentlich gar nicht sind.

Mein Grundsatz lautet vielleicht ein bisschen hart aber er ist sehr einfach zu verstehen: Übergewicht ist nicht Sache einer Sucht nach einem bestimmten Makronährstoff (wie beispielsweise Zucker), sondern hängt mit der übermässigen Zufuhr von zuviel Energie zusammen. Man isst schlicht und einfach mehr als man eigentlich sollte.

“Man isst schlicht und einfach mehr als man eigentlich sollte”

Eine kürzlich durchgeführte Studie (März 2017) bestätigt meine Annahme, dass nicht der Zucker alleine schuld dran ist und mehr noch, über keine süchtig-machenden Komponenten verfügt. Die Möglichkeit einer Sacchariden-Sucht wurde Studien mit Tieren entnommen; Beweise für einen direkten Bezug zum Menschen gibt es keine.

In ihrer Zusammenfassung stellt diese Studie dar, dass Zucker nur auf minimalste Weise mit einer sogenannten Essens-Abhängigkeit und einer Gewichtszunahme in Verbindung gebracht werden kann. Das Gegenteil ist der Fall und bestätigt die momentane vorherrschende Meinung der Wissenschaft.

VERÄNDERUNG NÖTIG?

FOOD DENSITY – ESSENSDICHTE

Nicht der Markonähstoff trägt “Schuld” am Ganzen, sondern die allgemeine Essensdichte (Engl. Food Density). Eine Beschreibung von Food Density kann einfach erläutert werden:

  • Gemüse mit Eier und 20 g Knäckebrot – tiefe Essensdichte
  • Kebap mit Pommes Frites und deftiger Sauce – hohe Essensdichte

Zusätzlich spielt die persönliche Präferenz und die eigene Geschmacks-Erfahrung mit dem Umgang mit Essen eine weitere Rolle in Bezug auf Übergewicht und Sucht.

Süchtig sein nach Essen allgemein ist sehr wohl möglich. Diese Sucht auf einen einzelnen Makronährstoff zu schieben, wird wissenschaftlich bis jetzt verneint.

 

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