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Wieso Ernährungspläne keine dauerhafte Lösung sind – (5 Tipps um es besser zu machen)

Autor: Gregory Dzemaili

Vor meiner Weiterbildung zum L1 Precision Nutrition Coach von Precision Nutrition gab es für mich in Bezug auf eine Verbesserung der Ernährung eine ziemlich einfache Herangehensweise:

“Du möchtest abnehmen? Ok! Hier hast du einen Ernährungsplan! Wir sehen uns in 4 Wochen.”

Die üblichen Gespräche waren natürlich ein bisschen länger; dieser Satz dient einfach als Zusammenfassung, die besonders in der Fitnessindustrie gang und gäbe ist.

Die Logik hinter einem Ernährungsplan ist verständlich. 

Um ein bestehendes Problem zu verbessern, benötigst du eine Anleitung. 

Mittlerweile habe ich gelernt, dass die Ernährungsweise und das tägliche Essen eine psychologische Komplexität besitzen, die mehr benötigen als nur ein vorgefertiges Mahlzeiten-Journal.

 

Ernährungspläne funktionieren

 

Am Potential und der Effizienz eines Ernährungsplan zweifle ich keine Sekunde. 

Wir nutzen in gewissen Fällen ebenfalls EPs, was im späteren Verlauf dieses Blog Posts noch genauer erklärt wird. 

Es geht hier auch nicht um die Effizienz sondern um die langfristige Nachhaltigkeit eines solchen Systems. 

 

Die Chance der Veränderung

 

Ein Ernährungsplan verlangt oftmals eine komplette Veränderung der täglichen Essgewonheiten von heute auf morgen. 

Der schiere Überschuss an notwendigen Veränderungen mündet im Gefühl der Überwältigung was in sehr kurzer Zeit zu einem Overkill führt. 

Der Glaube an sich selbst schwindet und stattdessen macht sich der Gedanke des Versagens breit. 

Paart man diesen prekären Umstand mit einem Bootcamp-Coach, der einem in diesem Moment eine Disziplinarlektion erteilt und auf brüllende Art und Weise mit dem Finger wedelt, endet man oft in kompletter Resignation.

Dabei zeigen Studien auf, dass zuviel Veränderung auf einmal sowieso nicht funktionieren kann:

 

  • Geht man eine Veränderung an besteht eine Chance von 80% auf Erfolg.
  • Geht man zwei Veränderungen zur selben Zeit an, sinkt diese Chance auf 35%
  • Bei drei Veränderungen auf einmal, fällt die Erfolgsquote auf unter 5%

“Die langfristige Nachhaltigkeit eines Ernährungsplans ist mehr als fraglich”

Die 4 Stadien der Veränderung

 

Ernährungspläne besitzen gar nicht die Möglichkeit die Multidimensionalität der menschlichen Psychologie zu erfassen, geschweige denn zu verändern.

Die Art und Weise wie ein Mensch entscheidet sich zu ernähren, hängt von unzähligen Faktoren ab wie z.B. Alter, Geschlecht, Herkunft, Erbe, Kultur, Prioritäten, Eltern, Genetik, Zugang zu Essen, Körperbau etc. 

Untersucht man die 4 Stadien der Veränderung erkennt man schnell, dass hier eine Vielschichtigkeit herrscht die es zu bewältigen gibt. 

Diese 4 Stadien gestalten sich folgendermassen: 

 

  1. Vor der Erwägung (Precontemplation)
  2. Erwägung (Contemplation)
  3. Vorbereitung (Preparation)
  4. Handlung (Action)
  5. Erhaltung (Maintenance)

 

Von den 4 Stadien der Veränderung ist besonders die Handlung und die Erhaltungsphase am schwierigsten und die meisten Menschen springen im Laufe einer Veränderung vom einem Stadium zu anderen und wieder zurück. 

 

Die Methode ist einfach.. 

 

Zugegebenermassen wissen wir mittlerweile, dass Abnehmen und Zunehmen eine Frage von Energie Input und Energie Output ist.

 

  • Wenn du mehr zu dir nimmst als du verbrauchst, nimmst du zu
  • Wenn du weniger zu dir nimmst als du verbrauchst, nimmst du ab

 

Das System zu verstehen ist einfach; die Gewohnheit zu verändern ein langer und beschwerlicher Weg. 

Die grösste Problematik eines Ernährungsplans ist die oberflächliche Behandlung der überschüssigen Fettreserven bzw. das Symptom.

Viel wichtiger ist jedoch der Grund wieso du diese überschüssigen Fettreserven hast. 

Dies spiegelt sich in deiner Einstellung gegenüber der täglichen Ernährung wieder, was die Wurzel des Problems ist. 

 

5 Tipps um es besser zu machen

 

Um als Anfänger deine Ernährung in den Griff zu bekommen, benötigst du mehr als nur eine Anleitung. 

Aus diesem Grund haben wir folgende fünf Tipps für dich zusammengestellt. 

 

  1. Denke nicht im “Alles Oder Nichts” Prinzip sondern im Kontinuum von weniger gut zu besser
  2. Lass dich nicht unter Druck setzen bzw. setze dich nicht selbst unter Druck
  3. Disziplin ist im Anfangsstadium der Gewohnheitsveränderung nicht zwingend
  4. Probiere bei deinen Hauptmahlzeiten doppelt soviel Gemüse zu essen als vorher
  5. Addiere gute Entscheidungen zu den “schlechteren” hinzu. Beispiel: Nimm einen Apfel zu deinem Snickers

 

Das Wichtigste von allem ist, dass du dich nicht unter Druck setzt. 

Eine Veränderung der Gewohnheit ist keine leichte Angelegenheit und benötigt einen behutsamen und verständnisvollen Coach, der dir auf verständnisvolle Art und Weise begegnet. 

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