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Wieso XL Packungen unsere Einschätzung negativ beeinflussen

von Okt 21, 2019Ernährung, Fitness & Krafttraining

Wir besitzen ein altertümliches Gehirn in einer modernen Welt!

Ein Gehirn, welches uns belohnt wenn wir hoch kalorische und hoch geniessbare Lebensmittel (wie Junk Food) zu uns nehmen weil wir damals nicht wussten, ob wir den nächsten Tag überhaupt überleben.

Diese Situation inklusive einem ganzen Arsenal an Faktoren ist einer der vielen Gründe wieso eine Veränderung unserer Essgewohnheiten keine einfache Sache ist.

SUPERSIZE ME

Ein weiterer Faktor der unser Essverhalten beeinflusst sind die immer grösser gewordenen Portionsgrössen von Lebensmitteln in Supermärkten und Restaurants sowie die ebenfalls gewachsenen Durchmesser unseres Geschirrs.

Hier in paar interessante Zahlen und Fakten zur Veränderung (und Vergrösserung) unserer täglichen Portionsgrössen:

– Zwischen 1970 und 2000 vergrössertern sich Packungen und Inhalte in Supermärkten um das 10-fache
– Jumbo-Portionen in Restaurants bieten ca. 250% mehr Essen als die reguläre Variante
– Die Grössen unseres Service/ Geschirrs (wie z.B. der Durchmesser unseres Tellers) hat sich seit 1960 um ca. 36% vergrössert
– Serviervorschläge in Rezepten haben sich inhaltlich um ca. 42% vergrössert seit 1931
– In Restaurants essen wir aufgrund der servierten Über-Portionen um bis zu 50% mehr als üblich
– Zuhause schöpfen wir aufgrund von überdimensionierten XL-Verpackungen durchschnittlich um bis zu 40% mehr

EINSCHÄTZUNGSVERMÖGEN

Wenn es um die Portionsgrössen unserer Mahlzeiten geht, dann orientieren wir uns meistens am Service bzw. Geschirr, Packungen und Inhaltsboxen.

Interessante Studien zeigen auf, dass je grösser die Mahlzeit beziehungsweise die Portion ist, desto mangelhafter wird unser Einschätzungsvermögen.

Bei einer grossen Packung Chips zum Beispiel fällt uns gar nicht wirklich auf, wie viel wir wirklich gegessen haben.

Aufgrund der Grösse der Packung sieht es aus als ob wir von diesem Vorrat noch gar nicht wirklich viel gegessen haben.

Da wir diese notizwürdige und somit wichtige Abnahme des Vorrats gar nicht wirklich wahrnehmen, essen wir oftmals mehr als dass wir eigentlich möchten und schiessen über den Punkt hinaus, an welchem wir besser aufgehört hätten.

Interessanterweise essen wir weniger, wenn wir zwei 250 Gramm Packungen Chips vor uns haben als wenn ein grosser 500 g XL Bag auf dem Tisch steht.

EIN KLEINER SCHRITT

Um eine effektive Gewohnheitsveränderung zu erreichen, benötigt es behutsames und oftmals längerfristiges Vorgehen.

Mit einem kleinen Schritt jedoch, kann bereits eine eindrucksvolle Grundlage zur Veränderung geschaffen werden.

Ein erster Schritt zur Verbesserung der Essgewohnheiten kann also beinhalten, dass man XL-Packungen und übergrossen Service bzw. Geschirr in der Küche mit einer kleineren Variante ersetzt.

Dieser Schritt ist als erste Instanz einfacher umzusetzen und benötigt nicht so viel Aufwand wie eine (vielleicht sinnvolle) Gewonheitsveränderung.

Gregory Dzemaili, Pn1

Gregory Dzemaili, Pn1

Senior Coach & Gründer

Gregory Dzemaili ist Gründer und Senior Coach von Lebe Stark Personal Training und überträgt seine Mission anderen Menschen zu helfen auf Blog Posts & Social Media.

 

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